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Gelbe Briefe
SARI ZARFLAR


51495

Deutschland/Frankreich/Türkei 2024
Produktionsfirma: if... Productions/Haut et Court/Liman Film/Tyger Film
Produktion: Ingo Fliess, Carole Scotta, Caroline Benjo, Eliott Khayat, Nadir Öperli, Enis Köstepen
Regie: Ilker Çatak
Buch: Ilker Çatak, Enis Köstepen, Ayda Meryem Çatak
Kamera: Judith Kaufmann
Schnitt: Gesa Jäger
Musik: Marvin Miller
Darsteller: Özgü Namal (Derya), Tansu Biçer (Aziz), Leyla Smyrna Cabas (Ezgi), Ipek Bilgin (Frau Güngör), Aydın Işık (Salih), Aziz Çapkurt (Baran), Yusuf Akgün (Fikret), Uygar Tamer (Kadriye), Jale Arikan (Kübra), Elit Iscan (Sema), Vedat Erincin (Zülfikar), Eray Egilmez (Üst)
Länge: 128 min
FSK: ab 12


Ein Ehepaar aus der türkischen Theaterszene bringt als Regisseur und Hauptdarstellerin gemeinsam ein Stück auf die Bühne. Doch nach der Premiere verlieren beide durch staatliche Willkür ihre Arbeit. Auch gesellschaftlich steht ihre Existenz immer mehr auf dem Spiel. Sie müssen bei Verwandten unterschlüpfen und sich der Frage stellen, ob sie klein beigeben oder ihre künstlerische Freiheit bewahren wollen. Das Politdrama erzählt davon, wie ein autoritäres Regime widerständige Denkweisen unterdrückt und sein zersetzendes Werk bis in Beziehungen hineinreicht. Das fängt der Film auch formal über die Musik ein, während Kamera und Schnitt demonstrativ das Alltägliche betonen. Indem das Geschehen explizit an deutschen Schauplätzen inszeniert wird, flicht der Film zudem eine Warnung vor totalitären Kräften ein, die nicht auf türkische Verhältnisse begrenzt ist.

 

FILMDIENST
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