Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren
THE WINDOW IN STOCKHOLM
51406
Schweden/Deutschland 2025
Produktionsfirma: IDA Film & TV Produktion/Auto Images/Helden der Geschichte
Produktion: Wilfried Hauke, Ove Rishøj Jensen, Magnus Gertten, Hermann Pölking, Iris Sommerlatte, Lisa Nyed
Regie: Wilfried Hauke
Buch: Wilfried Hauke, Hermann Pölking
Kamera: Sabine Panossian, Caroline Troedsson, Clas Elofsson
Schnitt: Friederike Dörffler
Musik: George Kochbeck
Darsteller: Sofia Pekkari (Astrid Lindgren), Tom Sommerlatte (Sture Lindgren)
Länge: 103 min
FSK: ab 12
Vor ihrem Durchbruch als Kinderbuchautorin mit „Pippi Langstrumpf“ (1945) führte Astrid Lindgren (1907-2002) während des Zweiten Weltkriegs Tagebücher, in denen sie auch Gedanken und Ängste über das Kriegsgeschehen und ihre Arbeit in der Postzensur notierte. Der Dokumentarfilm setzt die erst posthum veröffentlichten Aufzeichnungen mit Spielszenen sowie mit Interviews mit Lindgrens Nachfahren um und widmet auch den Problemen in ihrem Privatleben viel Aufmerksamkeit. Dem formal routiniert erzählten Film geht es insbesondere um die Notizen, die Astrid Lindgren als mitfühlenden, politisch denkenden Menschen zeigen, der Nazi-Deutschland und die Sowjetunion mit Sorge und Abscheu betrachtete und Empathie gegenüber den Kriegsopfern bezeugte. Die unaufgeregte Machart lässt sich dabei auch als Huldigung an die reflektierte Haltung Lindgrens begreifen.
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