Die Blutgräfin
DIE BLUTGRÄFIN
51994
Österreich/Luxemburg/Deutschland 2026
Produktionsfirma: Amour Fou/Heimatfilm/Ulrike Ottinger Filmprod.
Produktion: Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bettina Brokemper, Bady Minck
Regie: Ulrike Ottinger
Buch: Ulrike Ottinger, Elfriede Jelinek
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Pia Dumont
Musik: Wolfgang Mitterer
Darsteller: Isabelle Huppert (Blutgräfin Elizabeth Báthory), Birgit Minichmayr (Zofe Hochkarätig), Maria Fliri (Oberin Sedlec), Thomas Schubert (Rudi Bubi von Strudl zur Buchtelau), Lars Eidinger (Theobald Tandem), André Jung (Theobastus Bombastus), Marco Lorenzini (Nepomuk Nachbiss), Maresi Riegner, Karl Markovics, Inge Maux, Felix Oitzinger (Doppler)
Länge: 120 min
FSK: ab 12
Nach jahrhundertelangem Schlaf erwacht die ungarische Blutgräfin Erzsébet Báthory in Wien und streift mit ihrer Zofe auf der Jagd nach frischem Blut und einem gefährlichen Buch durch die Stadt, verfolgt von Vampirologen, einem Chefinspektor und ihrem vegetarischen Neffen samt Psychoanalytiker. Die barocke, selbstironische Genretravestie reiht groteske Tableaus zwischen Gruft und Kaffeehaus aneinander und erweist sich vor allem als Liebeserklärung an Wien und seine Lust am Morbiden. Zudem eignet sich Regisseurin Ulrike Ottinger den lesbischen Vampirtopos an und wendet ihn mit hingebungsvollen Darstellerinnen ins Genussvolle, wobei politische Aspekte zwar anklingen, im Spiel der Referenzen und lakonischen Dialoge aber eher im Hintergrund bleiben.
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